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Kontakt

Paul-Friedl-Mittelschule Riedlhütte
Schulplatz 1
94566 Riedlhütte

Fon: 08553/96060
Fax: 08553/96068
Mail: sekretariat(at)pfm-riedlhuette.de


Zuständige Beratungslehrkraft

Sabine Zitzl, GS Hinterschmiding-Grainet

 

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Paul Friedl, der Baumsteftenlenz

(Bildquelle: Stadtarchiv Zwiesel)

 

Seit dem 22. Oktober 2011 heißt unsere Schule offiziell "Paul-Friedl-Mittelschule Riedlhütte". Sie trägt damit den Namen des größten Dichters des Bayerwaldes und ehrt so einen unvergessenen Literaten und Volksmusikanten, der bis in die tiefste Seele seiner Waldler geschaut und ihre Mentalität wie kein Zweiter verstanden hat. Sein kulturelles Erbe gilt es zu bewahren, was sich unsere Schule zur Aufgabe gemacht hat.

 

Paul Friedl wurde am 22. Mai 1902 als siebtes von 12 Kindern in Pronfelden bei Spiegelau geboren. Zur damaligen Zeit gehörte Pronfelden zur Gemeinde St. Oswald. Mit seinen Eltern und Geschwistern zog er 1905 nach Zwiesel. Dort besuchte er später die Fachschule für Holzschnitzerei und studierte kurzzeitig an der Akademie der bildenden Künste in München.

 

Bereits als Siebzehnjähriger trat Paul Friedl als Volkssänger auf und verfasste Erzählungen für bayerische Tageszeitungen. 1927 wirkte er mit seinen Geschwistern beim Rundfunk an der Deutschen Stunde in Bayern mit. Später war er langjähriger Mitarbeiter beim Rundfunk und trat wiederholt im Fernsehen auf. Als Zeitungsredakteur betätigte er sich zunächst in Cham und ab 1945 in Zwiesel.

 

Es war das erklärte Ziel des „Baumsteftenlenz“, wie er allgemein nach dem Hofnamen seines Großvaters genannt wurde, das Volksgut des Bayerischen Waldes zu bewahren und in der Welt bekannt zu machen. Er sammelte einheimische Gesangs- und Musikstücke, was schließlich zur Gründung des Volksliedarchives in Zwiesel führte. Im Jahr 1939 wurde auf seine Initiative hin erstmals der Volkstums-Wanderpreis Zwieseler Fink vergeben. 

 

Vor allem aber machte Friedl immer mehr als Schriftsteller auf sich aufmerksam. Sein Werk umfasst 32 Heimatromane, 23 größere volkskundliche Werke, zwölf Theaterstücke und Weihnachtsspiele, zwei Messen und zahlreiche kleinere volkskundliche Aufsätze. Nach und nach gewann er allgemeine öffentliche Anerkennung. Der Roman Veit Ameis brachte ihm die erste öffentliche Auszeichnung mit dem Preis der Deutschen Schillerstiftung. Es folgten der Poetentaler der Münchner Turmschreiber, die Silbermedaille der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, der Bayerische Verdienstorden, das Bundesverdienstkreuz I. Klasse und die Ehrenbürgerschaft der Stadt Zwiesel und der Gemeinde Sankt Oswald-Riedlhütte.

 

Paul Friedl verstarb am 22. Januar 1989.

 

 

 

Kleines Zahlenspiel:

Paul Friedl wurde am 22. Mai 1902 geboren, starb am 22. Januar 1989 und 22 Jahre nach seinem Tod, am 22. Oktober 2011 wird die Mittelschule Riedlhütte nach ihm benannt.

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